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Pflegegrad beantragen: Ein Wegweiser durch den Bürokratie-Dschungel

Der Moment, in dem man realisiert, dass die Bewältigung des Alltags allein nicht mehr reibungslos funktioniert, ist für Betroffene und Angehörige oft belastend. Häufig stellt sich dann die Frage: Ab wann hat man eigentlich Anspruch auf einen Pflegegrad?

Viele warten zu lange, weil sie denken, ein Pflegegrad stünde ihnen erst bei schwersten körperlichen Einschränkungen zu. Doch das ist ein Irrtum. Bei der Pflegeberatung Menart erleben wir täglich, dass frühzeitige Unterstützung die Lebensqualität aller Beteiligten massiv verbessert.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie die Begutachtung abläuft und worauf es wirklich ankommt.


Selbstständigkeit statt Defizite: Das neue Prüfverfahren

Früher wurden „Minuten gezählt“ (wie lange dauert das Waschen?). Heute steht die Selbstständigkeit im Fokus. Der Medizinische Dienst (MDK) stellt sich die Frage: „Was kann die Person noch allein und wo wird personelle Hilfe benötigt?“

Um einen Pflegegrad zu ermitteln, schaut sich der Gutachter sechs verschiedene Lebensbereiche (Module) an:

  1. Mobilität: Kann sich die Person in der Wohnung bewegen oder allein aufstehen?
  2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten: Besteht eine Orientierung hinsichtlich Zeit und Ort? Werden Risiken erkannt?
  3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen: Gibt es nächtliche Unruhe, Ängste oder Abwehrverhalten bei der Pflege?
  4. Selbstversorgung: Gelingt die Körperpflege sowie das Essen und Trinken eigenständig?
  5. Bewältigung von krankheitsbedingten Anforderungen: Können Medikamente selbst eingenommen oder der Blutzucker allein gemessen werden?
  6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte: Können Besuche geplant oder Hobbys gepflegt werden?

Warum sich ein Antrag auch bei „kleiner“ Hilfe lohnt

Bereits mit Pflegegrad 1 haben Sie Anspruch auf den sogenannten Entlastungsbetrag von 131 € pro Monat. Dieses Geld kann für Haushaltshilfen, Alltagsbegleiter oder zertifizierte Betreuungsdienste genutzt werden. Es ist eine wertvolle Hilfe, um so lange wie möglich sicher in den eigenen vier Wänden zu leben.


3 Tipps für eine erfolgreiche Begutachtung

Damit der Gutachter ein realistisches Bild der Situation erhält, sollten Sie sich vorbereiten:

  • Das Pflegetagebuch: Notieren Sie eine Woche lang, wo genau Hilfe geleistet wurde. Oft unterschätzt man die vielen kleinen Handgriffe im Alltag.
  • Nichts beschönigen: Viele Senioren versuchen aus Scham, beim MDK-Besuch besonders „fit“ zu wirken. Das ist menschlich, aber kontraproduktiv. Seien Sie ehrlich darüber, was an schlechten Tagen nicht funktioniert.
  • Unterlagen bereitlegen: Halten Sie Arztberichte, Medikamentenpläne und Entlassungsbriefe aus dem Krankenhaus griffbereit.

Wie wir Sie unterstützen können

Ein Antrag auf Pflegegrad ist der Schlüssel zu finanzieller Unterstützung und professioneller Pflege. Doch die Formulare und der Begutachtungstermin lösen oft Stress aus.

Als Ihre Pflegeberatung Menart begleiten wir Sie Schritt für Schritt:

  • Wir helfen bei der Antragstellung.
  • Wir führen eine Vorbegutachtung durch, um den voraussichtlichen Pflegegrad einzuschätzen.

Haben Sie Fragen oder benötigen Sie Unterstützung?

Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Sie die Unterstützung erhalten, die Ihnen gesetzlich zusteht.

Ihr Team der Pflegeberatung Menart

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