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Pflegebett beantragen – Anspruch, Kosten & Antrag | Pflegeberatung Menart

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Pflegebett beantragen – modernes Pflegebett für die häusliche Pflege mit Informationen zu Anspruch und Kostenübernahme.

Pflegebett beantragen: Wer hat Anspruch auf ein Pflegebett und wer übernimmt die Kosten?

Ein Pflegebett kann den Alltag für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen erheblich erleichtern. Es verbessert nicht nur den Komfort und die Sicherheit, sondern ermöglicht auch eine rückenschonendere Pflege zu Hause. Viele Betroffene wissen jedoch nicht, dass ein Pflegebett häufig nicht selbst bezahlt werden muss, sondern über die Kranken- oder Pflegekasse zur Verfügung gestellt werden kann.

In diesem Ratgeber erfahren Sie:

  • Wann ein Pflegebett sinnvoll ist
  • Wer Anspruch auf ein Pflegebett hat
  • Wer die Kosten übernimmt
  • Wie die Beantragung funktioniert
  • Welche Unterschiede zwischen Krankenkasse und Pflegekasse bestehen
  • Welche Alternativen es gibt
  • Häufige Fragen rund um das Pflegebett

Was ist ein Pflegebett?

Ein Pflegebett ist ein speziell entwickeltes Bett, das Menschen mit körperlichen Einschränkungen mehr Sicherheit und Komfort bietet. Gleichzeitig erleichtert es Angehörigen und Pflegekräften die tägliche Versorgung.

Ein modernes Pflegebett verfügt meist über:

  • elektrische Höhenverstellung
  • elektrisch verstellbares Rücken- und Fußteil
  • stabile Seitensicherungen
  • leichtgängige Rollen mit Feststellbremse
  • hohe Belastbarkeit
  • komfortable Bedienung per Handschalter

Dadurch können viele alltägliche Situationen deutlich einfacher bewältigt werden.


Wann ist ein Pflegebett sinnvoll?

Ein Pflegebett kann bereits frühzeitig sinnvoll sein und nicht erst bei einer vollständigen Bettlägerigkeit.

Typische Situationen sind:

  • häufiges Sturzrisiko
  • Schwierigkeiten beim Aufstehen
  • eingeschränkte Mobilität
  • Parkinson
  • Demenz
  • Schlaganfall
  • Multiple Sklerose
  • ALS
  • schwere Arthrose
  • fortgeschrittene neurologische Erkrankungen
  • Pflege nach Operationen
  • Palliativversorgung

Auch pflegende Angehörige profitieren erheblich, da körperliche Belastungen reduziert werden.


Welche Vorteile bietet ein Pflegebett?

Mehr Sicherheit

Durch die Höhenverstellung lässt sich das Bett optimal anpassen.

Dadurch wird:

  • das Einsteigen erleichtert
  • das Aussteigen sicherer
  • das Sturzrisiko reduziert

Mehr Komfort

Das Rücken- und Fußteil kann individuell verstellt werden.

Dadurch fällt beispielsweise leichter:

  • Essen im Bett
  • Fernsehen
  • Lesen
  • Atmen bei bestimmten Erkrankungen
  • Schlafen

Erleichterung der Pflege

Pflegekräfte und Angehörige können das Bett auf Arbeitshöhe einstellen.

Das bedeutet:

  • weniger Rückenschmerzen
  • ergonomischeres Arbeiten
  • einfacheres Umlagern
  • bessere Körperpflege

Wer hat Anspruch auf ein Pflegebett?

Grundsätzlich besteht ein Anspruch, wenn ein Pflegebett medizinisch oder pflegerisch notwendig ist.

Dies kann beispielsweise der Fall sein bei:

  • dauerhaft eingeschränkter Mobilität
  • hohem Pflegeaufwand
  • Bettlägerigkeit
  • neurologischen Erkrankungen
  • chronischen Erkrankungen
  • schweren orthopädischen Einschränkungen

Ein Pflegegrad ist hilfreich, aber nicht in jedem Fall Voraussetzung.

Entscheidend ist die medizinische Notwendigkeit.


Wer bezahlt das Pflegebett?

Hier wird häufig zwischen Krankenkasse und Pflegekasse unterschieden.

Pflegebett über die Krankenkasse

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt häufig die Versorgung mit einem Pflegebett als Hilfsmittel.

Voraussetzung:

  • ärztliche Verordnung
  • medizinische Notwendigkeit

In vielen Fällen wird das Bett leihweise zur Verfügung gestellt.


Pflegebett über die Pflegekasse

Die Pflegekasse kann ebenfalls Leistungen übernehmen, wenn das Pflegebett die häusliche Pflege erleichtert oder die Selbstständigkeit verbessert.

Dies erfolgt abhängig von der individuellen Situation.


Muss ich das Pflegebett kaufen?

Nein.

In den meisten Fällen wird ein Pflegebett vom Sanitätshaus geliefert und lediglich zur Nutzung überlassen.

Das bedeutet:

  • Lieferung
  • Aufbau
  • Einweisung
  • spätere Abholung

werden häufig mit übernommen.


Wie beantrage ich ein Pflegebett?

Der Ablauf ist meist unkompliziert.

Schritt 1

Gespräch mit dem Hausarzt oder Facharzt.

Dieser prüft die medizinische Notwendigkeit.


Schritt 2

Ausstellung einer Verordnung.


Schritt 3

Einreichung bei der Krankenkasse.


Schritt 4

Genehmigung.


Schritt 5

Lieferung durch ein Sanitätshaus.


Welche Unterlagen werden benötigt?

Je nach Krankenkasse können erforderlich sein:

  • ärztliche Verordnung
  • medizinische Begründung
  • Angaben zur Wohnsituation
  • Pflegegrad (falls vorhanden)

Wie lange dauert die Genehmigung?

Dies hängt von der jeweiligen Krankenkasse ab.

Oft erfolgt eine Entscheidung innerhalb weniger Tage bis weniger Wochen.

Bei dringendem Bedarf kann auf eine schnelle Bearbeitung hingewiesen werden.


Welche Kosten entstehen?

Wird das Pflegebett genehmigt, entstehen häufig keine hohen Anschaffungskosten.

Je nach persönlicher Situation kann lediglich eine gesetzliche Zuzahlung anfallen, sofern keine Befreiung besteht.


Welche Pflegebetten gibt es?

Es existieren unterschiedliche Modelle.

Standard-Pflegebett

Der häufigste Typ.

Geeignet für die meisten Pflegebedürftigen.


Niedrigpflegebett

Besonders geeignet zur Sturzprophylaxe.


Schwerlastpflegebett

Für Menschen mit höherem Körpergewicht.


Kinderpflegebett

Speziell für pflegebedürftige Kinder.


Komfort-Pflegebett

Optisch wohnlicher gestaltet und oft kaum von einem normalen Bett zu unterscheiden.


Pflegebett oder normales Bett?

Viele Angehörige versuchen zunächst, ein normales Bett weiter zu nutzen.

Langfristig entstehen dadurch jedoch häufig Probleme:

  • schwieriges Umlagern
  • Rückenschmerzen
  • höheres Sturzrisiko
  • erschwerte Körperpflege
  • unsicheres Aufstehen

Ein Pflegebett erhöht die Lebensqualität oftmals deutlich.


Häufige Fragen

Brauche ich einen Pflegegrad?

Nicht zwingend.

Entscheidend ist die medizinische Notwendigkeit.


Kann ich das Pflegebett später wieder zurückgeben?

Ja.

Leihweise bereitgestellte Pflegebetten werden nach Ende des Bedarfs wieder abgeholt.


Kann ich mein Wunschmodell auswählen?

Je nach Krankenkasse und Vertragspartner stehen verschiedene Modelle zur Verfügung.


Übernimmt die Krankenkasse auch die Matratze?

Falls medizinisch erforderlich, kann auch eine geeignete Matratze Bestandteil der Versorgung sein.


Unser Tipp

Viele Menschen kaufen vorschnell ein Pflegebett für mehrere tausend Euro.

Dabei besteht häufig bereits ein Anspruch gegenüber der Kranken- oder Pflegekasse.

Lassen Sie deshalb zunächst prüfen, welche Möglichkeiten in Ihrem individuellen Fall bestehen.


Pflegeberatung Menart unterstützt Sie

Die Beantragung eines Pflegebettes wirft oft viele Fragen auf.

Wir helfen Ihnen unter anderem bei:

  • Prüfung möglicher Ansprüche
  • Beratung zu Pflegehilfsmitteln
  • Unterstützung bei Anträgen
  • Vorbereitung auf Begutachtungen
  • allgemeinen Fragen rund um den Pflegegrad

Unsere Beratung erfolgt individuell, verständlich und auf Ihre persönliche Situation abgestimmt.


Fazit

Ein Pflegebett kann den Alltag erheblich erleichtern und die häusliche Pflege sicherer gestalten. Viele Betroffene wissen nicht, dass die Kosten häufig von der Kranken- oder Pflegekasse übernommen werden können.

Bevor Sie ein Pflegebett selbst kaufen, sollten Sie Ihre Ansprüche prüfen lassen. So vermeiden Sie unnötige Kosten und erhalten die Versorgung, die zu Ihrer persönlichen Situation passt.


Kontakt

Pflegeberatung Menart

Benötigen Sie Unterstützung bei der Beantragung eines Pflegebettes oder haben Sie Fragen zu Pflegegrad, Hilfsmitteln oder Leistungen der Pflegeversicherung?

Kontaktieren Sie uns – wir beraten Sie gerne persönlich und unterstützen Sie auf dem Weg zu einer passenden Versorgung.

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